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Mikrowellenessen Hardcore

Dienstag, Mai 11th, 2010

Ich war Mikrowellen-Fertiggerichten gegenüber schon immer abgeneigt. Doch in Ermangelung an Alternativen und aufgrund des Vorhandenseins eines Mikrowellen-Ofens in unserem neuen Büro habe versucht, meine Skepsis über Bord zu werfen. Die ersten paar Gerichte, die der Ofen nach ein paar wenigen Minuten heiss ausgespuckt hat, waren sogar ziemlich ok bis gut  – es waren mehrheitlich Semi-Frische-Aufwärmprodukte von Anna’s Best und Oncle Ben’s Reis Produkte. Bei meinem letzten Deutschlandbesuch bin ich nun aber in die Tiefen der Mikrowellen-Kost herabgestiegen und habe beim Handelshof mutig einen halben Vorratschrank verschiedenster Fertigprodukte von mir bis anhin wenig bekannten Marken gekauft. Diese lagerten nun mangels akuten Hungers einige Wochen unangetastet im Büro-Schrank. Bis heute.

Late Night arbeiten ohne Aussicht auf ein Ende gepaart mit grossem Hunger haben mich dazu bewogen, das erste dieser Gerichte zu testen. Hacksteaks in Bratensauce mit Kartoffelpüree. Von Sonnen Bassermann. Das Foto auf der Verpackung war vielversprechend. Die geöffnete Packung dann weniger, weshalb ich entschieden habe, einen bzw. zwei Teller anzubrauchen (@yamina: schon wieder gespült :-)) um das ganze umzufüllen. Den anderen Teller brauchte ich gemäss Packungsangabe zum Abdecken während des Aufwärme – Vorgangs.

Das fertige Essen sah dann so aus:

 sonnenbassermann

Nicht mehr ganz so appetitlich.. vor allem die Struktur des Kartoffelpürees hat mich etwas irritiert. (wie krieg ich diese Wellen da rein??). Doch das Auge isst zwar mit, aber entscheidend ist ja der Geschmack. Doch dazu gibt es leider auch nur wenig erfreuliches zu berichten. Und ich denke nicht, dass es an den fehlenden künstlichen Geschmacksverstärkern lag… kurz gesagt – es hat richtig scheusslich geschmeckt. Am schlimmsten war die Konsistenz: die Hacksteaks hätte man gut ohne Zähne essen können – dafür war das Kartoffelpüree, sagen wir mal, schnittfest. Dabei hatte ich grade für das Püree gute Hoffnung – schliesslich funktionert das mit heissem Wasser übergossen als Fertiggericht ziemlich gut.

Aufgegessen hab ich übrigens fast – aber nicht wegen des grossen Hungers oder des Geschmacks, sondern nur weil ich das Essen morgen nicht nochmal aus dem Müll riechen wollte 😉

Fazit: Gruslig, ohne Zugabe von konsumfreu(.)de – minus 1 Stern.

Aber was erwarte ich denn auch von einem Essen, das ein halbes Jahr ohne Kühlung haltbar ist, nichts kostet und dann auch noch in 2 Minuten gekocht ist?

Wenn ich dieses Mahl überwunden habe – irgendwann in ferner Zukunft – werde ich vielleicht die anderen Menüs auch noch testen (es ist noch eins mit Hackbällchen und Püree dabei.. :-)) und meine Erfahrungen hier Posten – um anderen diese Erfahrung zu ersparen 🙂 Ich hab jedenfalls schon mal eine Kategorie dafür angelegt – vielleicht wird’s ja eine Serie.